S2tri-challange/ La Gruyere Rundfahrt

10/09/2016

Ein hartes Wochenende

 

 

Dieses Wochenende durfte ich gleich an zwei Herausforderungen teilnehmen. Am Samstag bestritt ich die S2Tri Challange in Schwarzenburg, die dieses Jahr wohl zum letzten Mal durchgeführt wurde. Es ist wie überall, es fehlt an Sponsoren und freiwilligen Helfern. Für mich war es mein erster Triathlon, zugleich war es ein spezieller. Das Schwimmen wurde mit dem Biken ersetzt.

Der Start war hervorragend, begannen wir den Contest mit dem Rennrad. Es lief mir super, so durfte ich die Wechselzone bereits als Dritter begehen. Der Vorsprung zu der kleinen 3-er Gruppe, mit der ich die Radstrecke absolvierte, war allerdings nicht sehr gross.  Es war mir aber bewusst, dass ich etwas Zeit auf der anspruchsvollen Bikestrecke verlieren würde. So kam es, dass nach gut der Hälfte der Stecke die Gruppe mich einholte und gleich überholte. Ich gab alles und riskierte viel, wollte den  Anschluss nicht verlieren. Also kämpfte ich mich auf der 6. Position mit dem Bike über die Strecke und behielt sie stets im Auge. Dann kam es, ein Defekt am Hinterrad. Ich musste das Rennen beenden. Völlig enttäuscht, demotiviert und über alle Massen genervt, lief ich zur Wechselzone zurück. Dort machte ich mich fürs Laufen fertig und versuchte mich etwas zu  beruhigen und zu motivieren. Die Jungs um Platz 3-6 kamen auch schon kurz nach mir in die Wechselzone. Also schloss ich mich ihnen wieder an. Natürlich war mein Lauf „ausser Konkurrenz“ und spielte beim Schlussresultat keine Rolle mehr. Aber mein Ego zwang mich, mit „meinen Konkurrenten“ mitzulaufen. Fair Play: sie wussten um meinen Zustand. Anfänglich lief es auch sehr gut und einer der Gruppe musste uns schnell mal ziehen lassen. Wir liefen also um Platz 3-5 und die Spitze wechselte sich ständig ab. Es war ein Kampf der Giganten. Nach gut der Hälfte der Strecke machte sich ein „Seitenstechen“ bemerkbar, welches  mich bis zum Schluss der Strecke begleitete. Nun ging es um alles bei meinen beiden Mitläufern, schliesslich liefen sie um den 3. Podestplatz. Sie erhöhten auf dem letzten Kilometer noch einmal das Tempo und ich liess sie ziehen,  ging es bei mir ja um nichts mehr und ich hatte ja noch meinen Begleiter, der eine erneute Tempoverschärfung nicht mehr zuliess. Auch die Motivation war extrem tief zu dem Zeitpunkt.

Pannen und Stürze gehören beim Sport dazu, so musste ich halt aufgeben. Wäre alles gut gegangen und ich hätte die Form bis ans Ende des Rennens behalten, so hätte es möglicherweise sein können, einen Rang zwischen 3-5  zu belegen. Dies wäre mein bisherig bestes Resultat an einem Wettkampf gewesen und das bei meinem ersten Triathlon! Nun leider sind es ein bisschen viel hätten und wären! 

 

Am Sonntag absolvierte ich zusammen mit Philippe und Markus noch die La Gruyère Rundfahrt.  

Sie startet und endet in Charmey und führte die Fahrer über den Col des Mosses, den Col du Pilon und den Col du Mittelberg und zieht sich über eine Strecke von 114 km und 1961 Hm.

Das Rennen wurde neutralisiert gestartet und brachte so viel Nervosität unter den Fahrern mit sich. Bereits nach dem Start spürte ich die Müdigkeit in meinen Beinen, die der Vortag mit sich gebracht hatte. Versuchte aber am Col des Mosses dran zu bleiben. Meine Taktik, die ich gewählt habe, hiess: alles oder nichts! Einige Fahrer, mich eingeschlossen, mussten die Schnellsten ziehen lassen. Es waren ca. 10-15 Mann die schneller den Berg hoch kamen. Bereits da heckte ich den Plan aus, diese bei der Abfahrt wieder einzuholen. Also schoss ich den Berg runter und konnte auch tatsächlich wieder Boden gutmachen. Ich sah sie mit einem sich verringerten Abstand vor mir. Bei einer weiteren Baustelle mit Rotlicht und einem Marshall wurde dann meine Aufholjagt gestoppt. Mich, zusammen mit weiteren Verfolgern, traf dann die Professionalität des Marshalls. Er liess uns anhalten und zerstörte somit unsere Aufholjagt. Es kam mir vor, als würde alle 5 km eine Baustelle mit Hindernis und Rotlicht auf uns warten. Unglaublich was auf der Strecke gebaut wird.  Hinauf zum Col du Pilon spürte ich schon die erste Müdigkeit und musste bereits den Tribut für die versuchte Aufholjagt zahlen. Es gelang mir aber an der Gruppe dran zu bleiben und mit ihnen, mich bis hin zum Col du Mittelberg zu schlagen. Am letzten Berg mussten auch andere die Rechnung für den Effort begleichen und abreissen lassen. Nach gut der Hälfte der Steigung wollte dann mein Puls nicht mehr richtig hochkommen und ich zerrte mich mit 150 Schlägen in der Minute ins Ziel.

So beendete ich mein Rennen mit dem 26. Rang, Philippe konnte den 38. Rang sichern und Markus holte sich den 159. Rang von insgesamt 348 männlichen Teilnehmern der grossen Runde. (Michael)

 

 

 

 

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über mich.

Radfahren ist meine Leidenschaft. Ich fahre und trainiere aus Freude am Sport. Trotzdem fahre ich so einige Wettkämpfen in der Schweiz und im anliegenden Ausland.

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Mein Name ist Michael Sigrist und ich liebe es mit dem Rennrad zu fahren

Wann immer möglich, trainiere ich für das Radfahren. Hierfür kommen mehrere Trainingsformen zur Anwendung

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